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Starter für KI-Nutzungsrichtlinien
Ein vollständiger Textentwurf für interne Regeln zur Nutzung generativer KI: 15 Abschnitte mit Platzhaltern, auf dieser Seite lesbar und als bearbeitbares Word-Dokument.
7 Min. LesezeitAktualisiert am August 2026
- Abschnitte
- 15
- Format
- Volltext & DOCX
- Bearbeitung
- Platzhalter ersetzen
Wofür diese Vorlage gedacht ist
In den meisten kleinen Unternehmen wird generative KI längst genutzt, bevor irgendwo steht, was erlaubt ist. Das Ergebnis sind zwei Extreme: entweder ein pauschales Verbot, das umgangen wird, oder gar keine Regel, sodass Kundendaten in privaten Konten landen.
Diese Vorlage ist der Mittelweg: ein vollständiger Textentwurf mit 15 Abschnitten, der die Nutzung ausdrücklich erlaubt und gleichzeitig die Grenzen benennt. Sie ist bewusst kurz gehalten und in einer Sitzung durchzuarbeiten.
Der vollständige Richtlinientext
Alles in eckigen Klammern ist ein Platzhalter. Unter jedem Abschnitt steht ein Redaktionshinweis, der erklärt, welche Entscheidung dort tatsächlich getroffen werden muss — dieser Hinweis gehört nicht in die verteilte Fassung.
15 Abschnitte. Alles in [ECKIGEN KLAMMERN] muss ersetzt werden.
1. Zweck
Diese Richtlinie regelt, wie Beschäftigte von [UNTERNEHMEN] generative KI-Systeme im Rahmen ihrer Tätigkeit einsetzen dürfen. Ziel ist es, den Nutzen dieser Systeme zu ermöglichen und gleichzeitig Vertraulichkeit, Rechtssicherheit und die Qualität unserer Arbeitsergebnisse zu wahren. Die Richtlinie ergänzt bestehende Regelungen zu [IT-NUTZUNG], [DATENSCHUTZ] und [GEHEIMHALTUNG]; im Konfliktfall gilt die jeweils strengere Regelung.
Was Sie hier entscheiden müssen: Legen Sie fest, welche bestehenden Regelungen Sie hier nennen. Wenn es keine gibt, streichen Sie den letzten Satz und formulieren Sie ihn nicht als Verweis ins Leere.
2. Geltungsbereich
Die Richtlinie gilt für alle Beschäftigten, Auszubildenden, Werkstudierenden sowie für [FREIE MITARBEITENDE UND DIENSTLEISTER], soweit sie für [UNTERNEHMEN] tätig sind. Sie gilt für jede Nutzung generativer KI mit Bezug zur Arbeit, unabhängig davon, ob sie auf betrieblichen oder privaten Geräten, über freigegebene Tools oder über in andere Software eingebettete KI-Funktionen erfolgt.
Was Sie hier entscheiden müssen: Der Hinweis auf eingebettete Funktionen ist wichtig: KI steckt heute in Office-, CRM- und Meeting-Werkzeugen, ohne dass sie so heißt.
3. Erlaubte Nutzung
Zulässig ist der Einsatz freigegebener Systeme insbesondere für: Entwürfe von Texten und Vorlagen, Zusammenfassungen eigener Unterlagen, Umformulierungen, Strukturierung von Notizen, Ideensammlungen, Recherchevorbereitung sowie unterstützende Aufgaben in [WEITERE BEREICHE]. Ergebnisse gelten in allen Fällen als Entwurf, nicht als fertiges Arbeitsergebnis.
Was Sie hier entscheiden müssen: Eine Positivliste wirkt besser als ein reines Verbot: Sie zeigt, dass die Nutzung gewollt ist, und macht die Grenzen dadurch glaubwürdiger.
4. Nicht erlaubte Nutzung
Nicht zulässig ist der Einsatz generativer KI insbesondere für: abschließende Entscheidungen über Personen, etwa in [BEWERBUNGSVERFAHREN] oder Leistungsbeurteilungen; die Erstellung rechtsverbindlicher Erklärungen ohne fachliche Prüfung; die Verarbeitung von Daten aus [BESONDERS SCHUTZWÜRDIGE BEREICHE]; die Nutzung nicht freigegebener Systeme für dienstliche Inhalte; sowie jede Nutzung, die gegen vertragliche Zusagen gegenüber Kunden verstößt.
Was Sie hier entscheiden müssen: Prüfen Sie Ihre Kundenverträge: Vertraulichkeits- und Auftragsverarbeitungsklauseln enthalten häufig Vorgaben, die hier konkret werden müssen.
5. Vertrauliche Daten
Ohne ausdrückliche Freigabe dürfen keine vertraulichen Inhalte in KI-Systeme eingegeben werden. Dazu zählen insbesondere Kundenunterlagen, Angebots- und Preiskalkulationen, Vertragsentwürfe, unveröffentlichte Geschäftszahlen, Sicherheitsinformationen und Zugangsdaten. Im Zweifel gilt: nicht eingeben, sondern [ZUSTÄNDIGE STELLE] fragen. Wo eine Nutzung sinnvoll ist, sind Inhalte vorher zu anonymisieren oder auf das notwendige Maß zu kürzen.
Was Sie hier entscheiden müssen: Die Zweifelsregel braucht eine erreichbare Anlaufstelle. Ohne benannte Person wird sie im Alltag ignoriert.
6. Personenbezogene Daten
Personenbezogene Daten dürfen nur in Systemen verarbeitet werden, für die [UNTERNEHMEN] die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen geklärt hat. Welche Systeme das sind, ergibt sich aus der Liste der freigegebenen Tools. Für jede neue Verarbeitung ist vorab [DATENSCHUTZVERANTWORTLICHE STELLE] einzubeziehen. Namen, Kontaktdaten, Vertragsdaten und Gesundheitsangaben Dritter gehören ohne diese Klärung nicht in ein KI-System.
Was Sie hier entscheiden müssen: Diese Vorlage klärt nicht, welche Voraussetzungen in Ihrem Fall gelten. Sie verweist bewusst auf eine interne Stelle, statt Rechtsfragen zu beantworten.
7. Freigabe kritischer Ergebnisse
Ergebnisse, die nach außen wirken oder Entscheidungen vorbereiten, werden vor der Verwendung durch eine fachkundige Person geprüft und freigegeben. Das gilt insbesondere für [KUNDENKOMMUNIKATION], Angebote, Veröffentlichungen, Auswertungen und Unterlagen für Gremien. Die freigebende Person verantwortet den Inhalt so, als hätte sie ihn selbst erstellt.
Was Sie hier entscheiden müssen: Der letzte Satz ist der wichtigste der ganzen Richtlinie. Er verhindert die Ausrede „das hat die KI geschrieben".
8. Urheber- und Nutzungsrechte
Vor der Verwendung von KI-Ergebnissen ist zu prüfen, ob Rechte Dritter betroffen sind. Fremde Texte, Bilder, Logos, Code oder Musik dürfen nicht ohne Rechtegrundlage als Eingabe verwendet werden. Für Ergebnisse, die veröffentlicht oder an Kunden geliefert werden, ist zu klären, ob die Nutzungsbedingungen des eingesetzten Systems eine kommerzielle Verwendung zulassen. Bei [KRITISCHE ANWENDUNGSFÄLLE] ist zusätzlich [ZUSTÄNDIGE STELLE] einzubeziehen.
Was Sie hier entscheiden müssen: Ob und in welchem Umfang an KI-Ergebnissen Schutzrechte bestehen, ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Diese Vorlage trifft dazu bewusst keine Aussage.
9. Umgang mit externen Inhalten
Von KI-Systemen gelieferte Fakten, Zitate, Quellen und Zahlen gelten als unbestätigt, bis sie an der Originalquelle geprüft wurden. Quellenangaben können erfunden sein, auch wenn sie plausibel aussehen. Inhalte aus KI-Ausgaben werden nicht ungeprüft in Kundenunterlagen, Veröffentlichungen oder interne Entscheidungsgrundlagen übernommen.
Was Sie hier entscheiden müssen: Ergänzen Sie hier gegebenenfalls, wie Ihre Prüfung dokumentiert wird.
10. Manipulierte Eingaben (Prompt Injection)
Texte, Webseiten, Dokumente und E-Mails, die einem KI-System zur Verarbeitung übergeben werden, können versteckte Anweisungen enthalten. Anweisungen aus verarbeiteten Inhalten werden nicht befolgt. Ein KI-System, das Zugriff auf Postfächer, Dateien oder Systeme hat, darf ohne ausdrückliche Bestätigung durch eine Person keine Aktionen auslösen, die Daten versenden, verändern oder löschen. Auffällige Aufforderungen in verarbeiteten Inhalten sind an [ZUSTÄNDIGE STELLE] zu melden.
Was Sie hier entscheiden müssen: Dieser Abschnitt wird wichtiger, sobald Sie KI-Assistenten mit Zugriff auf E-Mail, Dateien oder Automatisierungen einsetzen.
11. Freigegebene Tools
Für dienstliche Zwecke dürfen ausschließlich die folgenden Systeme genutzt werden: [TOOL 1], [TOOL 2], [TOOL 3]. Die Liste wird von [ZUSTÄNDIGE STELLE] gepflegt und ist unter [ABLAGEORT] einsehbar. Der Wunsch nach einem weiteren Tool wird über [ANTRAGSWEG] gestellt; bis zur Freigabe gilt das Tool als nicht zugelassen. Private Konten dürfen für dienstliche Inhalte nicht verwendet werden.
Was Sie hier entscheiden müssen: Halten Sie die Liste außerhalb dieses Dokuments, sonst müssen Sie die Richtlinie bei jeder Toolentscheidung neu freigeben.
12. Verantwortlichkeiten
[VERANTWORTLICHE PERSON] verantwortet diese Richtlinie und die Liste der freigegebenen Tools. [FACHBEREICHE] verantworten die fachliche Prüfung der Ergebnisse in ihrem Bereich. Führungskräfte stellen sicher, dass ihre Teams die Richtlinie kennen. Jede beschäftigte Person verantwortet die Ergebnisse, die sie unter ihrem Namen weitergibt.
Was Sie hier entscheiden müssen: Eine Richtlinie ohne benannte Person ist eine Absichtserklärung. Tragen Sie hier echte Namen oder Rollen ein.
13. Dokumentation
Wird generative KI an einem Arbeitsergebnis wesentlich beteiligt, ist dies intern nachvollziehbar zu halten: verwendetes System, Zweck, prüfende Person. Für [KRITISCHE PROZESSE] ist zusätzlich festzuhalten, welche Eingaben verwendet wurden. Eine Kennzeichnung gegenüber Kunden erfolgt, wenn [KENNZEICHNUNGSREGEL] dies vorsieht oder vertraglich vereinbart ist.
Was Sie hier entscheiden müssen: Halten Sie die Dokumentationspflicht schlank. Zu umfangreiche Vorgaben werden nicht eingehalten und schaffen dann ein falsches Sicherheitsgefühl.
14. Vorfälle
Wurden vertrauliche oder personenbezogene Daten versehentlich in ein nicht freigegebenes System eingegeben, ist dies unverzüglich an [MELDESTELLE] zu melden — auch dann, wenn kein Schaden erkennbar ist. Gleiches gilt für fehlerhafte KI-Ergebnisse, die bereits nach außen gelangt sind. Meldungen werden nicht sanktioniert; unterlassene Meldungen können arbeitsrechtliche Folgen haben.
Was Sie hier entscheiden müssen: Die Zusicherung der Straffreiheit für Meldungen entscheidet darüber, ob Sie von Vorfällen überhaupt erfahren.
15. Überprüfung dieser Richtlinie
Diese Richtlinie wird mindestens alle [ZEITRAUM, Z. B. SECHS MONATE] durch [VERANTWORTLICHE PERSON] überprüft, zusätzlich anlassbezogen bei neuen Tools, veränderten Rechtsvorgaben oder nach einem Vorfall. Stand dieser Fassung: [DATUM]. Version: [VERSION].
Was Sie hier entscheiden müssen: Tragen Sie ein konkretes Datum für die erste Überprüfung ein, bevor Sie das Dokument verteilen.
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KI-Richtlinie als Word-Dokument
Bearbeitbares DOCX mit allen Abschnitten, Platzhaltern, Redaktionshinweisen und einem Feld zur Kenntnisnahme. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Abfrage.
Word-Dokument herunterladenDOCX · 15 Abschnitte · kostenlos, ohne Anmeldung
Von der Vorlage zur geltenden Regel
Platzhalter ausfüllen und Unpassendes streichen
Eine Richtlinie mit stehengebliebenen Klammern wird nicht ernst genommen. Streichen Sie Abschnitte, die auf Ihr Unternehmen nicht zutreffen, statt sie unbeantwortet zu lassen.
Liste der freigegebenen Tools getrennt führen
Halten Sie die Toolliste außerhalb des Dokuments. Sonst muss die Richtlinie bei jeder Toolentscheidung neu freigegeben werden.
Eine verantwortliche Person eintragen
Ohne benannte Ansprechstelle bleibt die Zweifelsregel wirkungslos: Wer nicht weiß, wen er fragen soll, entscheidet selbst.
In einer Teamrunde vorstellen, nicht per Rundmail
Die wichtigsten Punkte — vertrauliche Daten, Freigabe kritischer Ergebnisse, Meldung von Vorfällen — brauchen zehn Minuten Erklärung und Gelegenheit für Rückfragen.
Überprüfungstermin sofort setzen
Tragen Sie ein konkretes Datum ein, bevor Sie das Dokument verteilen. Eine Richtlinie ohne Reviewdatum veraltet unbemerkt.
Was diese Vorlage nicht abdeckt
- Keine Rechtsberatung und keine Prüfung Ihrer konkreten Verarbeitungssituation.
- Keine Aussage darüber, welche KI-Systeme in Ihrem Fall datenschutzrechtlich zulässig sind.
- Kein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und keine Datenschutz-Folgenabschätzung.
- Keine branchenspezifischen Pflichten, etwa in Gesundheitswesen, Finanzdienstleistung oder öffentlicher Verwaltung.
- Keine Betriebsvereinbarung: Wo ein Betriebsrat besteht, ist dessen Beteiligung gesondert zu klären.
Nächste Schritte
- Ratgeber: Prompting im TeamWie Teams Prompts teilen, ohne vertrauliche Inhalte mitzuverteilen — die praktische Ergänzung zu den Datenabschnitten.Ratgeber lesen
- KI-Tool-AuditBevor ein Tool auf die Freigabeliste kommt: Datenverarbeitung, Rechte und Exit strukturiert prüfen.Matrix öffnen
- Prompt-BibliothekSofort verwendbare Vorlagen für die in der Richtlinie erlaubten Zwecke.Prompts ansehen
Häufige Fragen
Volltext lesen oder Dokument laden
Alle Abschnitte stehen offen auf dieser Seite. Zum Bearbeiten und internen Freigeben gibt es die Word-Fassung.
Zum RichtlinientextMusterformulierung, keine Rechtsberatung.
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