Automatisierung
Make vs. Zapier: Welches Automatisierungstool passt besser?
Make und Zapier lösen dieselbe Aufgabe auf zwei sehr unterschiedliche Arten: hier ein visueller Szenario-Editor mit Verzweigungen, dort eine schrittweise Kette mit der größten Konnektor-Auswahl am Markt. Dieser Vergleich ordnet beide Plattformen konkreten Arbeitsweisen zu und erklärt die Abrechnungslogik, an der die meisten Kostenschätzungen scheitern.
15 Min. LesezeitAktualisiert am September 2026Von Tom Bartusch
Worum es in dieser Entscheidung wirklich geht
Make und Zapier automatisieren beide Abläufe zwischen Anwendungen: Ein Ereignis in einem System löst Aktionen in anderen Systemen aus — eine neue Formulareinsendung landet im CRM, eine bezahlte Rechnung erzeugt eine Aufgabe, ein Support-Ticket wird kategorisiert und weitergeleitet. Beide Anbieter haben ihr Angebot inzwischen um KI-Schritte und Agenten erweitert. Die Frage ist deshalb selten, ob eines der beiden Ihren Ablauf technisch abbilden kann, sondern welches der beiden zu Ihrer Arbeitsweise und zu Ihrer Abrechnungssituation passt.
Die beiden Plattformen unterscheiden sich in drei Punkten grundsätzlich: im Aufbau der Abläufe (visuelle Fläche gegenüber linearer Schrittliste), in der Breite der fertigen Konnektoren und in der Art, wie Verbrauch gezählt wird. Make rechnet in Credits, Zapier in Tasks. Diese Einheiten sind nicht ineinander umrechenbar — wer sie gleichsetzt, verschätzt sich in beide Richtungen.
Alle Angaben in diesem Vergleich stammen aus den offiziellen Preis- und Hilfeseiten beider Anbieter, geprüft im September 2026. Kyvero hat keinen kontrollierten Labortest durchgeführt: Es gibt hier keinen Testsieger, keine gemessenen Laufzeiten und keine Prozentangaben zu Zeit- oder Kostenersparnis.
Kurzantwort: Make oder Zapier?
- Make wählen, wenn
- Sie Abläufe lieber auf einer visuellen Fläche bauen, mit Verzweigungen, Filtern, Schleifen und sichtbarem Datenfluss arbeiten und die Ausführung im Detail nachvollziehen wollen.
- Make wählen, wenn außerdem
- Ihre Abläufe viele Schritte je Durchlauf haben und Sie Datenstrukturen unterwegs umbauen — Router und Fehlerbehandlungsmodule verbrauchen laut Anbieter keine Credits.
- Zapier wählen, wenn
- Sie schnell und ohne Einarbeitung viele kleine Automatisierungen quer durch fremde SaaS-Tools bauen wollen: über 9.000 Integrationen, lineare Schrittliste, sehr niedrige Einstiegshürde.
- Zapier wählen, wenn außerdem
- Ihre Abläufe wenige Schritte haben, aber häufig laufen, oder wenn Sie stark auf eingebaute Werkzeuge wie Formatter, Paths, Filter, Delay und Tabellen setzen — diese Schritte kosten laut Anbieter keine Tasks.
- Unentschieden bei
- Standard-Workflows mit zwei bis fünf Schritten, gängigen Business-Apps, Teamfunktionen und KI-Schritten — hier entscheidet eher die persönliche Arbeitsweise als der Funktionsumfang.
- Keine Rolle spielt
- Die Partnerschaft: Make ist Affiliate-Partner von Kyvero, Zapier nicht. Auf Reihenfolge, Bewertung, Kategoriesieger und Fazit hat das keinen Einfluss.
Make und Zapier kurz erklärt
Make
Automatisierungsplattform mit visuellem Editor: Abläufe heißen Szenarien und werden als verbundene Module auf einer Fläche gebaut. Router verzweigen den Datenstrom, Filter lassen nur passende Datensätze weiter, Iteratoren und Aggregatoren zerlegen und bündeln Datensätze. Abgerechnet wird in Credits; der kostenlose Tarif nennt laut Preisseite über 3.000 Apps und ein Mindestintervall von 15 Minuten zwischen Läufen.
Zapier
Automatisierungs- und Orchestrierungsplattform: Ein Zap besteht aus einem Auslöser und einer Folge von Aktionsschritten, ergänzt um Paths für Verzweigungen. Der Anbieter nennt über 9.000 Integrationen und bündelt Zap-Workflows, Tables, Forms, Agents, Chatbots, Canvas sowie einen MCP-Zugang in einer Plattform. Abgerechnet wird in Tasks.
Die Vergleichstabelle
Alle Angaben stammen aus den offiziellen Preis- und Hilfeseiten der Anbieter, Stand September 2026. Wo eine Angabe von der gewählten Verbrauchsstufe oder Zahlweise abhängt, steht das ausdrücklich dabei.
| Im Vergleich | Make | Zapier |
|---|---|---|
| Aufbau der Abläufe | Visuelle Fläche mit verbundenen Modulen (Szenarien) | Lineare Schrittliste (Zaps) mit Paths für Verzweigungen |
| Verbrauchseinheit | Credits | Tasks |
| Kostenloser Tarif | 0 $/Monat, bis zu 1.000 Credits pro Monat | 0 $/Monat, 100 Tasks pro Monat |
| Einstieg bezahlt | Core: 12 $/Monat für 10.000 Credits pro Monat | Professional: ab 19,99 $/Monat, Preis je nach Task-Stufe |
| Integrationen laut Anbieter | Über 3.000 Apps | Über 9.000 Apps |
| Verzweigungen | Router (laut Anbieter ohne Credit-Verbrauch) | Paths (laut Anbieter ohne Task-Verbrauch) |
| Auslöser / Abfragen | Jede Modul-Aktion zählt als Credit | Trigger und Polling kosten laut Anbieter keine Tasks |
| Eigener Code | Make Code App: 2 Credits je Sekunde Ausführungszeit | Code-Schritt: 1 Task je Schritt, verlängerte Laufzeit 1 Task je 30 Sekunden über dem Kontingent |
| Fehlerbehandlung | Eigene Fehlerbehandlungsrouten mit Rollback, Break, Resume, Commit, Ignore sowie Exponential Backoff | Wiederholungen und Zap-Fehlerverwaltung über Zapier Manager, Fehlerbenachrichtigungen je Zap |
| Zeitplanung | Free: Mindestintervall 15 Minuten; ab Core minutengenau | Abhängig vom Tarif und der Aktualisierungsrate der Auslöser |
| Teamfunktionen | Teams und Team-Rollen ab Teams-Tarif, geteilte Szenario-Vorlagen | Geteilte Zaps und Ordner ab Team-Tarif |
| KI-Funktionen | Make AI Agents (Beta), AI Toolkit, MCP-Server; eigener Modellschlüssel möglich | Agents, Chatbots, Canvas, MCP, AI-Schritte; eigenes Modellkonto möglich |
| Enterprise | Individueller Preis, Overage-Schutz, erweiterte Sicherheitsfunktionen, 24/7-Support | Individueller Preis, jährliche Task-Limits, erweiterte Verwaltung |
Bedienung und Lernkurve
Zapier führt Sie durch eine Liste: Auslöser wählen, App verbinden, Aktion wählen, Felder zuordnen, testen. Diese Reihenfolge ist auch dann verständlich, wenn Sie noch nie automatisiert haben, und sie führt in wenigen Minuten zu einem laufenden Ablauf. Der Preis dafür ist, dass komplexe Logik in einer Liste schnell unübersichtlich wird.
Make setzt auf eine Fläche, auf der Module verbunden werden. Wer sich einmal an Router, Filter, Iteratoren und Aggregatoren gewöhnt hat, sieht den kompletten Datenfluss auf einen Blick — Verzweigungen und parallele Pfade sind sichtbar statt eingeklappt. Der Einstieg dauert dafür länger, weil Datenstrukturen (Arrays, Collections) früher eine Rolle spielen als bei Zapier.
Redaktionelle Einordnung: Für den ersten produktiven Ablauf ohne Vorerfahrung ist Zapier der kürzere Weg. Sobald Abläufe regelmäßig geändert, erweitert und von mehreren Personen gelesen werden, spielt die visuelle Darstellung von Make ihren Vorteil aus.
- Erster Ablauf ohne Vorerfahrung
- Vorteil Zapier
- Nachvollziehbarkeit gewachsener Abläufe
- Vorteil Make
- Umgang mit Datenstrukturen
- Vorteil Make, dafür höhere Einarbeitung
Workflow-Aufbau: Szenario gegen Zap
Make: Szenario auf einer Fläche
Ein Szenario beginnt mit einem Auslösemodul und verzweigt über Router in mehrere Pfade, die parallel weiterlaufen können. Filter sitzen auf den Verbindungen zwischen Modulen, Iteratoren zerlegen Listen in einzelne Datensätze, Aggregatoren führen sie wieder zusammen. Fehlerbehandlungsrouten hängen direkt am betroffenen Modul.
Zapier: Zap als Schrittfolge
Ein Zap startet mit einem Auslöser und arbeitet Schritte nacheinander ab. Verzweigungen entstehen über Paths, Bedingungen über Filter, Datenumbau über Formatter, Wiederholungen über Looping. Die eingebauten Werkzeuge verbrauchen laut Anbieter keine Tasks — der Aufbau bleibt dadurch günstig, auch wenn viele Hilfsschritte nötig sind.
Der praktische Unterschied zeigt sich bei Änderungen: In Make verschieben Sie Module und ziehen Verbindungen neu, in Zapier sortieren Sie Schritte innerhalb einer Kette um. Bei zwei bis fünf Schritten ist das gleichwertig. Bei fünfzehn Schritten mit drei Verzweigungen wird die Liste unhandlich, während die Fläche weiterhin lesbar bleibt.
Integrationen: Breite, Business-Apps und eigene Schnittstellen
Zapier nennt über 9.000 Integrationen, Make über 3.000. Diese Zahlen sind ein Hinweis, aber kein Urteil: Entscheidend ist, ob genau die Anwendungen abgedeckt sind, die Sie einsetzen — und in welcher Tiefe. Für verbreitete Business-Anwendungen wie Google Workspace, Microsoft 365, HubSpot, Slack, Notion, Shopify, Stripe oder gängige Buchhaltungslösungen finden Sie auf beiden Plattformen fertige Module.
Der Unterschied wird an den Rändern sichtbar. Bei Nischenanwendungen, regionalen Fachprogrammen und sehr neuen Diensten ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Zapier bereits einen Konnektor hat. Fehlt ein Konnektor, arbeiten beide Plattformen mit generischen HTTP-Modulen gegen die jeweilige Programmierschnittstelle; Make bietet dafür zusätzlich eine eigene API für die Verwaltung von Szenarien ab dem Core-Tarif.
Redaktionelle Einordnung: Prüfen Sie vor der Entscheidung Ihre fünf wichtigsten Anwendungen einzeln in beiden Verzeichnissen — inklusive der konkret benötigten Aktionen, nicht nur des Namens. Diese Prüfung ersetzt jeden Zahlenvergleich.
- Reine Konnektor-Breite
- Vorteil Zapier
- Arbeiten mit HTTP und eigenen Schnittstellen
- Vorteil Make
- Gängige Business-Apps
- Unentschieden
Komplexe Automationen: Verzweigungen, Daten, Fehler, Debugging
Beide Plattformen können verzweigen, filtern und Daten umformen. Der Unterschied liegt in Tiefe und Sichtbarkeit. Make bietet Router mit mehreren parallelen Pfaden, Filter auf jeder Verbindung, Iteratoren und Aggregatoren für Listen sowie eigene Fehlerbehandlungsrouten mit Rollback, Break, Resume, Commit und Ignore; das Hilfecenter dokumentiert zusätzlich einen exponentiellen Wiederholungsmechanismus.
Zapier deckt Verzweigungen über Paths ab, Bedingungen über Filter, Datenumbau über Formatter und Wiederholungen über Looping und Sub-Zaps. Fehlerhafte Läufe werden im Verlauf angezeigt und lassen sich erneut ausführen; Zapier Manager kann auf Fehler reagieren. Für die meisten Standardabläufe reicht das vollständig aus.
Beim Nachvollziehen unterscheiden sich die Plattformen ebenfalls: Make zeigt je Durchlauf, welche Daten durch welches Modul geflossen sind, und bietet ab dem Pro-Tarif eine Volltextsuche im Ausführungsprotokoll. Zapier zeigt den Verlauf je Zap mit Ein- und Ausgabedaten pro Schritt.
- Mehrfach verzweigte, parallele Abläufe
- Vorteil Make
- Strukturierte Fehlerbehandlung im Ablauf selbst
- Vorteil Make
- Schnelles Beheben einzelner fehlgeschlagener Läufe
- Unentschieden
KI-Funktionen und Agenten
Make führt auf der Preisseite AI Agents ausdrücklich als Beta und ein AI Toolkit, jeweils wahlweise mit dem AI-Provider von Make oder einem eigenen Modellschlüssel. Das Hilfecenter dokumentiert außerdem einen MCP-Server und Agenten-Funktionen. Für die Abrechnung ist wichtig: Bei eigener Anbieterverbindung rechnet Make nach Operationen ab, die Token zahlen Sie direkt bei Ihrem Modellanbieter; nutzt Make den eigenen AI-Provider, fließen zusätzlich Token in die Credit-Berechnung ein.
Zapier bündelt Agents, Chatbots, Canvas, MCP und AI-Schritte in derselben Plattform und rechnet seit der Umstellung alles über Tasks ab. Die Rate hängt vom Modell ab: Standardmodelle kosten laut Anbieter einen Task je KI-Schritt, fortgeschrittene Modelle drei; ein Aufruf über MCP kostet zwei Tasks, ein eigenes Modellkonto einen Task je Schritt beziehungsweise Werkzeugaufruf.
Redaktionelle Einordnung: Beide Anbieter bewerben ihre Agentenfunktionen offensiv. Belastbar vergleichbar sind derzeit vor allem die Abrechnungsregeln, nicht die Ergebnisqualität. Wer KI-Schritte plant, sollte den Verbrauch an einem echten Ablauf messen, bevor eine Tarifstufe gewählt wird — Marketingbegriffe sagen darüber nichts aus.
Preise, Credits und Tasks
Make Free
0 $pro Monat
Bis zu 1.000 Credits pro Monat.
- Visueller Editor, Router und Filter
- Über 3.000 Apps laut Anbieter
- Mindestintervall 15 Minuten zwischen Läufen
- 512 MB Datentransfer
Make Core
12 $pro Monat für 10.000 Credits (Angabe der Preisseite)
Preis steigt mit der gebuchten Credit-Menge.
- Unbegrenzt aktive Szenarien
- Zeitplanung minutengenau
- Zugriff auf die Make API
- 5 GB Datentransfer je 10.000 Credits
Make Pro
21 $pro Monat für 10.000 Credits (Angabe der Preisseite)
Für höhere Ausführungsanforderungen.
- Priorisierte Ausführung
- Eigene Variablen
- Volltextsuche im Ausführungsprotokoll
Make Teams
38 $pro Monat für 10.000 Credits (Angabe der Preisseite)
Für gemeinsame Arbeit an Szenarien.
- Teams und Team-Rollen
- Geteilte Szenario-Vorlagen
Zapier Free
0 $pro Monat
100 Tasks pro Monat.
- Unbegrenzt Zaps, Tables und Forms
- Zweistufige Zaps
- Zapier Copilot laut Anbieter eingeschränkt
Zapier Professional
ab 19,99 $pro Monat, Preis je nach Task-Stufe
Angezeigter Einstiegspreis der offiziellen Preisseite.
- Mehrstufige Zaps
- Unbegrenzt Premium-Apps
- Task-Stufen von 100 bis in den Millionenbereich wählbar
Zapier Team
ab 69 $pro Monat, Preis je nach Task-Stufe
Für gemeinsame Verwaltung von Automatisierungen.
- Geteilte Zaps und Ordner
- Erweiterte Verwaltung
- Live-Chat ab bestimmten Task-Stufen
Enterprise (beide Anbieter)
Preis auf Anfrageindividuell
Weder Make noch Zapier weisen hier einen öffentlichen Betrag aus.
- Make: Overage-Schutz, erweiterte Sicherheitsfunktionen, 24/7-Support
- Zapier: jährliche Task-Limits, erweiterte Verwaltung
Beide Preisgefüge sind nutzungsabhängig, und zwar auf unterschiedliche Weise. Bei Make bestimmt die gebuchte Credit-Menge den Preis eines Tarifs; die oben genannten Beträge sind die Angaben der offiziellen Preisseite für 10.000 Credits pro Monat. Bei Zapier bestimmt die gewählte Task-Stufe den Preis; 19,99 $ und 69 $ sind die auf der Preisseite angezeigten Einstiegsbeträge, nicht der Preis jeder Stufe.
Beide Anbieter unterscheiden zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung: Make weist auf der Preisseite eine Ersparnis von „15 % oder mehr“ bei jährlicher Zahlung aus, Zapier nennt 33 % bei jährlicher Zahlung. Wir geben die Beträge in der Währung wieder, in der die Anbieter sie veröffentlichen, und rechnen nicht um; Zapier bietet auf der Preisseite zusätzlich eine Währungsauswahl inklusive Euro an.
Wichtig für die Planung: Bei Make verfallen Credits laut Anbieter zum Ende der Laufzeit, und Szenarien pausieren, wenn das Kontingent aufgebraucht ist; Zusatzpakete lassen sich nachkaufen. Bei Zapier wird nach Erreichen des Task-Limits laut Anbieter auf eine Abrechnung pro Task umgestellt, sofern das nicht deaktiviert wird. Das sind zwei sehr unterschiedliche Risiken: Stillstand auf der einen, unerwartete Zusatzkosten auf der anderen Seite.
Teams und größere Organisationen
Make bündelt Teamarbeit im Teams-Tarif: Teams und Team-Rollen, geteilte Szenario-Vorlagen, dazu laut Preisseite private Arbeitsbereiche je Person. Der Enterprise-Tarif ergänzt unter anderem Overage-Schutz, erweiterte Sicherheitsfunktionen und einen 24/7-Support.
Zapier stellt im Team-Tarif geteilte Zaps und Ordner sowie erweiterte Verwaltungsfunktionen bereit; der Enterprise-Tarif nennt zusätzlich jährliche Task-Limits, was Planung über das Jahr statt über den Monat erlaubt. Der Task-Pool ist laut Anbieter über alle Produkte hinweg gemeinsam nutzbar.
Redaktionelle Einordnung: Für zwei bis fünf Personen sind beide Angebote gleichwertig. Ab dem Punkt, an dem mehrere Abteilungen eigene Abläufe betreiben und ein zentrales Budget dafür geführt wird, sind die jährlichen Kontingente von Zapier leichter planbar, während Make über die Credit-Menge feiner skaliert.
Datenschutz und Sicherheit
Beide Anbieter sind US-Unternehmen und verarbeiten die Daten, die durch Ihre Abläufe fließen. Zapier betreibt ein öffentliches Trust Center und stellt einen Zusatz zur Auftragsverarbeitung bereit; Make dokumentiert die Absicherung von Daten in einem eigenen Bereich des Hilfecenters und weist erweiterte Sicherheitsfunktionen für den Enterprise-Tarif aus.
Wir führen hier bewusst keine Zertifikatslisten, Serverstandorte oder Vertragsdetails auf, die sich nicht zum Redaktionsschluss eindeutig einer offiziellen Quelle zuordnen ließen. Prüfen Sie diese Punkte vor einer Entscheidung direkt beim Anbieter und lassen Sie sich den Auftragsverarbeitungsvertrag vorlegen — insbesondere, wenn personenbezogene Daten oder Kundendaten durch die Abläufe laufen.
Unabhängig vom Anbieter gilt: Automatisierungen bewegen Daten dauerhaft und unbeaufsichtigt. Legen Sie fest, wer Zugriff hat, welche Felder überhaupt übertragen werden und wie lange Ausführungsprotokolle aufbewahrt werden.
Make vs. Zapier nach Anwendungsfall
- Einfacher Lead-Workflow (Formular → CRM → Benachrichtigung)
- Zapier — in wenigen Minuten aufgesetzt, wenige Schritte je Durchlauf
- CRM-Automation mit Bedingungen und Datenabgleich
- Unentschieden — abhängig davon, wie viele Verzweigungen nötig sind
- Marketing: Kampagnen, Listen, Content-Verteilung
- Zapier — größte Auswahl an fertigen Konnektoren
- Datenverarbeitung: Listen zerlegen, zusammenführen, umformen
- Make — Iteratoren, Aggregatoren und sichtbarer Datenfluss
- Komplexe Operations-Abläufe mit vielen Pfaden
- Make — Router, Filter je Verbindung, eigene Fehlerrouten
- API- und HTTP-Integration ohne fertigen Konnektor
- Make — HTTP-Module und Make API, dafür mehr Einarbeitung
- Kleines Team ohne technische Rolle
- Zapier — niedrigste Einstiegshürde
- Größere Organisation mit zentralem Budget
- Unentschieden — Zapier plant über jährliche Task-Limits, Make skaliert über Credit-Mengen
- KI-Automation mit Agenten
- Unentschieden — beide Anbieter dokumentieren Agenten, die Abrechnung unterscheidet sich deutlich
Diese Zuordnungen sind redaktionelle Einschätzungen auf Basis der offiziellen Produktdokumentation, keine Messergebnisse. Wenn zwei Zeilen für Ihren Fall in unterschiedliche Richtungen zeigen, entscheidet in der Praxis fast immer die Frage, wer die Abläufe später pflegt.
Grenzen von Make
- Der Einstieg dauert länger: Router, Iteratoren und Aggregatoren muss man verstanden haben, bevor Abläufe stabil werden.
- Weniger fertige Konnektoren als bei Zapier — bei Nischenanwendungen landen Sie häufiger beim generischen HTTP-Modul.
- Credits verfallen laut Anbieter zum Ende der Laufzeit; ist das Kontingent aufgebraucht, pausieren Szenarien, bis Credits nachgekauft oder der Tarif erhöht wird.
- Im kostenlosen Tarif liegt das Mindestintervall zwischen zwei Läufen bei 15 Minuten — für zeitkritische Abläufe zu langsam.
- Jede Modul-Aktion zählt: Bei vielschrittigen Szenarien wächst der Credit-Verbrauch pro Durchlauf schneller, als eine grobe Schätzung vermuten lässt.
Grenzen von Zapier
- Stark verzweigte Abläufe werden in der Schrittliste schnell unübersichtlich; die visuelle Nachvollziehbarkeit ist geringer als bei einer Fläche.
- Der kostenlose Tarif ist mit 100 Tasks pro Monat und zweistufigen Zaps eher ein Ausprobier- als ein Betriebstarif.
- Der Preis hängt an der Task-Stufe: Wächst das Volumen, wechseln Sie die Stufe — bei Überschreitung wird laut Anbieter auf eine Abrechnung pro Task umgestellt, sofern nicht deaktiviert.
- KI-Schritte kosten je nach Modellklasse unterschiedlich viele Tasks; der Verbrauch ist ohne Test schwer vorherzusagen.
- Für tiefe Datenmanipulation innerhalb eines Durchlaufs braucht es mehr Hilfsschritte als in einem Szenario-Editor.
Methodik und Grenzen dieses Vergleichs
Grundlage sind ausschließlich offizielle Quellen beider Anbieter: Preisseiten, Hilfecenter und Entwicklerdokumentation, geprüft im September 2026. Beträge geben wir exakt in der Währung wieder, in der der Anbieter sie veröffentlicht; wir rechnen weder Währungen um noch leiten wir eigene Monats- oder Jahrespreise ab.
Kyvero hat für diesen Artikel keinen kontrollierten Labortest durchgeführt. Es gibt keine gemessenen Laufzeiten, keine Zuverlässigkeitsquoten und keine Prozentangaben zu Ersparnissen. Wo wir einordnen statt zu belegen, steht „redaktionelle Einordnung“ ausdrücklich dabei.
Make ist Affiliate-Partner von Kyvero, Zapier ist es nicht. Auf Reihenfolge, Kategoriesieger, Bewertung und Fazit hat das keinen Einfluss: Wo Zapier die bessere Wahl ist, steht das genau so im Text. Der Partnerlink erscheint erst nach der Kurzantwort und nach dem Preisabschnitt, damit die redaktionelle Empfehlung zuerst gelesen wird.
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Quellen
Fazit
Es gibt in diesem Vergleich keinen Gesamtsieger, und wir erzwingen auch keinen. Wer schnell viele kleine Automatisierungen zwischen gängigen SaaS-Anwendungen bauen will, ohne sich einzuarbeiten, fährt mit Zapier besser: mehr fertige Konnektoren, geradliniger Aufbau, kostenlose eingebaute Hilfsschritte.
Wer Abläufe mit mehreren Pfaden betreibt, Datenstrukturen unterwegs umbaut, Fehlerfälle sauber abfangen will und die Ausführung im Detail nachvollziehen muss, ist mit Make besser bedient — vorausgesetzt, jemand im Team investiert die Einarbeitungszeit.
Unentschieden bleibt es bei allem dazwischen: Standardabläufe mit wenigen Schritten, gängige Business-Apps, Teamarbeit im kleinen Rahmen und KI-Schritte. Für diese Fälle ist der ehrlichste Rat, denselben Ablauf in beiden kostenlosen Tarifen zu bauen, den Verbrauch eines echten Durchlaufs zu zählen und danach zu entscheiden — nicht anhand einer Funktionsliste.
Bewertungen im Vergleich
Bewertung: Zapier mit KI-Funktionen
4,2 / 5
| Kategorie | Gewichtung | Punktzahl |
|---|---|---|
| LeistungsfähigkeitQualität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse bei den Aufgaben, für die das Tool tatsächlich verkauft wird. | 30% | 4.2+1.26 Pkt. |
| BenutzerfreundlichkeitZeit bis zum ersten brauchbaren Ergebnis und wie viele Teammitglieder es ohne Schulung nutzen können. | 20% | 4.0+0.80 Pkt. |
| Preis-Leistungs-VerhältnisKosten pro aktivem Nutzer im Verhältnis zu den Stunden oder Ausgaben, die es tatsächlich ersetzt. | 20% | 4.0+0.80 Pkt. |
| IntegrationenWie gut es sich in einen bestehenden Stack einfügt: Apps, API, Exporte und Berechtigungen. | 15% | 4.8+0.72 Pkt. |
| Support & VertrauenDokumentation, Reaktionsfähigkeit des Supports, Datenumgang und Stabilität der Releases. | 15% | 4.3+0.64 Pkt. |
Die Gesamtbewertung wird automatisch aus diesen Kategoriewerten berechnet und nie manuell festgelegt. Zuletzt überprüft am August 2026. Lesen Sie unsere Bewertungsmethodik.
Bewertung: Make
4,4 / 5
| Kategorie | Gewichtung | Punktzahl |
|---|---|---|
| LeistungsfähigkeitQualität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse bei den Aufgaben, für die das Tool tatsächlich verkauft wird. | 30% | 4.5+1.35 Pkt. |
| BenutzerfreundlichkeitZeit bis zum ersten brauchbaren Ergebnis und wie viele Teammitglieder es ohne Schulung nutzen können. | 20% | 4.2+0.84 Pkt. |
| Preis-Leistungs-VerhältnisKosten pro aktivem Nutzer im Verhältnis zu den Stunden oder Ausgaben, die es tatsächlich ersetzt. | 20% | 4.3+0.86 Pkt. |
| IntegrationenWie gut es sich in einen bestehenden Stack einfügt: Apps, API, Exporte und Berechtigungen. | 15% | 4.8+0.72 Pkt. |
| Support & VertrauenDokumentation, Reaktionsfähigkeit des Supports, Datenumgang und Stabilität der Releases. | 15% | 4.2+0.63 Pkt. |
Die Gesamtbewertung wird automatisch aus diesen Kategoriewerten berechnet und nie manuell festgelegt. Zuletzt überprüft am August 2026. Lesen Sie unsere Bewertungsmethodik.
Jeder Gesamtwert wird aus denselben fünf gewichteten Kategorien berechnet, daher sind diese Zahlen direkt vergleichbar.
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Tom Bartusch
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